PRESSEMITTEILUNG 21.10.2010
 

 

Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln eröffnet

Völkerkunde-Ausstellung überrascht mit thematischem Parcours voller Intensität und Magie

 

Das Rautenstrauch-Joest-Museum präsentiert vom 23. Oktober an seine umfangreiche völkerkundliche Sammlung mit neuem inhaltlichem Konzept und überraschender Szenografie. Inszenierte Räume, konzipiert und gestaltet vom Stuttgarter ATELIER BRÜCKNER, entführen den Besucher in phantastische Welten voller Intensität und Magie.

„Der Mensch in seinen Welten“ ist der Titel des Themenparcours, der sich auf 3600 Quadratmetern Ausstellungsfläche in differenzierten Raumbildern entfaltet. Rund 2000 Exponate finden in individuell inszenierten Themenräumen ihren Platz. „Wir möchten die Exponate zum Sprechen bringen, Geschichten erzählen, die den Besucher berühren und ein nachhaltiges Erleben ermöglichen,“ sagt Prof. Uwe R. Brückner, der mit seinem multidisziplinären Team die narrative Dramaturgie der neuen Dauerausstellung entwickelt hat. Aus dem großartigen Bestand des Hauses wurde ein authentisch erlebbares Panoptikum kohärenter Themenfelder komponiert, wobei die Szenografie den kulturvergleichenden Raumthemen eine dreidimensionale Sprache verleiht.

 

Der Besucher erlebt die Ausstellung als dynamische Abfolge einzelner Kapitel, die ihm einen Zugang zu den „Kulturen der Welt“ eröffnen. Insgesamt werden neun Themen unter den beiden Hauptaspekten „Die Welt erfassen“ und „Die Welt gestalten“ angesprochen; den Übergang bildet ein inszeniertes Raumbild aus Türen, den Einstieg ein fulminant präsentiertes Gamelan-Ensemble. Höhepunkte des Parcours sind der Raum „Tod und Jenseits“, der in gleißendem Licht hinter Fadenvorhängen verborgen liegt, sowie der Europäische Salon mit seinem interaktiven Medientisch. Das „Museum im Museum“ thematisiert die Museumsarbeit an sich. Sichtbar durch ein großes Fenster in Richtung Neumarkt lädt als zentrales Exponat ein dekonstruierter Yamsspeicher den unvoreingenommenen Passanten zu einem Besuch der neuen Dauerausstellung ein.

 

Im Foyer wird der Besucher vom Wahrzeichen des Hauses begrüßt, einem Reisspeicher aus Indonesien, an dessen begleitenden Informations-Modulen eine Vorschau auf den gesamten Parcours abrufbar ist. Prolog und Epilog rahmen den Rundgang in Form gleichartig gestalteter, multimedialer Rauminstallationen. Menschen fremder Kulturen begrüßen hier den Besucher und empfehlen sich später mit der Erkenntnis, dass sie allesamt Einwohner der Stadt Köln sind.

Foyer mit Reisspeicher - das größte Exponat und Wahrzeichen des Hauses, Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt. Foto: Michael Jungblut, Berlin

„Ansichtssachen?!: Kunst“, Themenparcours „Der Mensch in seinen Welten“, Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt. Foto: Michael Jungblut, Berlin

„Lebensräume – Lebensformen: Europäischer Salon“, Themenparcours „Der Mensch in seinen Welten“ Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt. Foto: Michael Jungblut, Berlin

„ZwischenWelten: Rituale“. Themenparcours „Der Mensch in seinen Welten“, Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt. Foto: Michael Jungblut, Berlin

Übergänge, Themenparcours „Der Mensch in seinen Welten“, Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt. Foto: Michael Jungblut, Berlin

Türen, Themenparcours „Der Mensch in seinen Welten“, Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt. Foto: Michael Jungblut, Berlin

Raumbild Epilog, Themenparcours „Der Mensch in seinen Welten“, Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt. Foto: Michael Jungblut, Berlin

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