Stalag 326 2020 | Machbarkeitsstudie Schloß Holte-Stukenbrock

Auftraggeber
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Größe (qm)
4000
Tags
Thema
Themen
Gedenken, Geschichte, Politik
Formate
Besucherzentrum

Das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener in Deutschland wurde bislang unzureichend aufgearbeitet und das, obwohl sowjetische Kriegsgefangene – neben den europäischen Juden – zur größten Opfergruppe der NS-Diktatur zählen. Um diesen Teil deutscher Geschichte aus dem „Erinnerungsschatten" zu holen, gab der Landschaftsverband Westfalen-Lippe im Herbst 2019 eine Machbarkeitsstudie zur Neukonzeption der „Gedenkstätte Stalag 326“ in Auftrag. Der Umfang der Machbarkeitsstudie reicht von einer Analyse des Besucherpotentials bis hin zum Betriebskonzept. Sie umfasst die narrative und gestalterische Ausstellungskonzeption, inklusive einer Kubaturstudie in vier Versionen, zudem Marketingstrategien, eine Kostenanalyse und einen Zeit- und Maßnahmenplan.

"Stalag 326", gelegen im Kreis Gütersloh bei Bielefeld, war das vermutlich größte Lager für Kriegsgefangene aus der Sowjetunion. Es war Durchgangslager und Verteilerstation für den Arbeitseinsatz im Wehrkreis VI und darüber hinaus. Ausgangspunkt der thematischen Konzeption ist das Leitnarrativ „Das Lager wird überall gemacht“. Dieses Narrativ betont die Funktion des Lagers als Lagersystem, von dem die gesamte deutsche Gesellschaft profitierte, der Bergbau, Industrie- und Handwerksbetriebe, die Landwirtschaft sowie Behörden und auch die Kirche, die als Arbeitgeber Kriegsgefangene einsetzten. Im Fokus der Gedenkstätte steht also nicht das Lager als geschlossener Lagerkomplex, sondern seine Institutionalisierung mit ihrer Wirkung in die Gesellschaft hinein.

Die Gedenkstätte von internationaler Bedeutung will Impulsgeber für eine ehrliche Kommunikation, für Austausch und Auseinandersetzung sein und gerade auch jüngere Menschen ansprechen.

Machbarkeitsstudie
ATELIER BRÜCKNER
Marketingkonzept Bereich Bildung mit
Klett MINT GmbH
Besucherpotentialanalyse, Marketingstrategie, Trägerkonstruktion mit
Kulturgold
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