
Hungarian Transport Museum Budapest
Auftraggeber
The Hungarian Museum of Science, Technology and Transport
Größe
12.000 qm
Das Hungarian Transport Museum zählt europaweit zu den ältesten Verkehrsmuseen. Sein neuer Standort ist auf einem ehemaligen Güterbahngelände, mit einer Gesamtfläche von 40.000 Quadratmetern. Das nördliche Bahndepot, 1868 erbaut, war bis 2009 das wichtigste Werk zur Wartung von Schienenfahrzeugen des Landes. Architektonisch erweitert durch Diller Scofidio + Renfro wird es zu einem neuen, kulturell und touristisch attraktiven Ort. Auf 12.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigt das neue Museum of Transport über 600 Großexponate, darunter die erste Straßenbahn Budapests und die schnellste Dampflok Europas.
Als Erweiterung der Stadt selbst konzipiert, lösen die Außen- und Übergangsräume des Museums die traditionelle Grenze zwischen Institution und urbanem Raum auf. Das ehemalige Güterbahnhofsgelände – einst unzugängliche Industrieinfrastruktur – wird als vielschichtige Abfolge von Plätzen, Wegen, Landschaftsräumen und Ausstellungsbereichen für die Öffentlichkeit geöffnet. Historische Bahnbauten, großformatige Schienenfahrzeuge und neue architektonische Eingriffe schaffen eine räumliche Erzählung, die Besucherinnen und Besucher dazu einlädt zu entdecken, wie Verkehrssysteme Gesellschaften, Städte und individuelle Lebenswege prägen.
Im Zentrum des Projekts steht die Idee, dass Verkehr über bloße Fahrzeuge hinausgeht – er verbindet Menschen, Gemeinschaften und gemeinsame Verantwortung. Der öffentliche Raum wird dabei zum zentralen Medium dieser Erzählung. Die Besucherinnen und Besucher bewegen sich durch eine sich kontinuierlich entfaltende Landschaft aus Stadtplätzen, Bahnsteigen, Straßenräumen, Bahnhöfen, Brücken und landschaftlichen Installationen. Jeder räumliche Eingriff übersetzt historische und gesellschaftliche Fragestellungen in ein immersives Erlebnis im öffentlichen Raum.
Das neue Museum of Transport zeigt, wie sich ein ehemaliges Industrieareal in einen zeitgemäßen öffentlichen Ort verwandeln lässt, der Bildung, Kultur und gesellschaftliches Miteinander vereint. Durch das Zusammenspiel von Architektur, Ausstellungsgestaltung, Landschaftsarchitektur und partizipativer Narration entsteht eine neue Form öffentlichen Raums – ein Ort, an dem Infrastruktur zum Erlebnis wird, Mobilität zur Kultur und Besucherinnen und Besucher zu aktiven Mitgestaltenden der urbanen Zukunft.
Ausstellungsgestaltung
ATELIER BRÜCKNER
Architektur
Diller Scofidio + Renfro
Visualisierung
Diller Scofidio + Renfro



