

Usbekistan Pavillon Expo 2025Osaka
Auftraggeber
Ministry of Investment, Industry and Trade of the Republic of Uzbekistan | Uzbekistan Art and Culture Development Foundation
Größe (qm)
860
Der usbekische Pavillon zur Expo 2025 in Osaka, Garden of Knowledge – A Laboratory for a Future Society, machte den Wandel des Landes räumlich und medial erlebbar. Als Labor für eine zukünftige Gesellschaft und sozialer Lernort vermittelte das Projekt, wie Nachhaltigkeit, Innovation und Bildung gesellschaftliche Entwicklung vorantreiben können.
Die Besucherreise folgt dem Prozess des Wachstums – von einem Samen, der in der Erde keimt, wächst und schließlich Früchte trägt. Architektur, Ausstellungsgestaltung, Grafik und Medien übersetzen diese Erzählung in ein durchgängiges räumliches Erlebnis. Der Sockel aus Ziegel und Lehm symbolisiert die Erde, die Wurzeln und das kulturelle Erbe Usbekistans. Im Erdgeschoss, The Soil, machten exemplarische Projekte die Transformation des Landes greifbar. Interaktive 3D-Modelle, animierte Infografiken, Projektionen und Lichtinstallationen vermittelten Entwicklungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Innovation und Bildung und verbanden kulturelles Erbe mit Zukunftsperspektiven.
Das Herzstück des Pavillons bildet eine aufsteigende Plattform mit einer 360°-Multimediaprojektion. Die rund dreiminütige Reise beginnt mit dem Keimen der „Samen des Wissens“ und entwickelt sich zu einer immersiven Erzählung über Handwerkskunst, kulturelles Erbe, Austausch und Zukunft. Ein fließender Übergang führt die Besucherinnen und Besucher anschließend direkt auf die offene Terrassenebene. Dort erhebt sich eine acht Meter hohe Holzskulptur als abstrakter Wald – ein Ort des Schutzes und des Austauschs von Wissen. Der Stützenwald greift die Säulenstrukturen traditioneller Tempelarchitektur auf und übersetzt sie in eine zeitgenössische, nachhaltige Form.
So verbindet der Pavillon Inhalt, Raum und Inszenierung zu einer zusammenhängenden Erzählung über Wachstum, Transformation und eine gemeinsame Zukunft. Von Beginn an war dabei der Expo-Legacy-Gedanke ein zentrales Entwurfsprinzip: Die modulare Holzskulptur wurde so konzipiert, dass sie demontiert und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden kann. Nach dem Ende der Expo wird sie in Nukus, Usbekistan, als Teil einer Kinderbibliothek und eines Kulturzentrums neu errichtet. Dort setzt sie die Idee des Pavillons fort und schafft einen dauerhaften Ort für Bildung, Austausch und Gemeinschaft.
Generalübernehmer, Architektur, Ausstellungsdesign, Szenografie, Grafik: ATELIER BRÜCKNER Medienplanung mit: medienprojekt p2 Lichtplanung mit: Klee Medienkonzept & Medienproduktion: Tamschick Media+Space GmbH Realisation: NÜSSLI Fotografie: Josef Sindelka

